Alltag in Venedig

Tochter 1 wird immer selbständiger. Herrlich! Während wir den Frühstückstisch decken, geht sie morgens allein zum Bäcker und kauft panini für uns. Und jedes Mal kommt sie mit einem stolzen Grinsen und einem Schokokeks zurück. Als Kontrastprogramm zum dolce vita hört sie fleißig die CDs von Ferien auf Saltkrokan, wir sollen sie jetzt Målin nennen.

Wir leben uns immer mehr ein, kennen schon ein paar Nachbarn. Über uns wohnt eine ältere Dame, unter uns ist ein Handwerksbetrieb, gegenüber eine Trattoria, nebenan ein Blumenladen. Die Nachbarn grüßen herzlich, was aber wohl – da machen wir uns nichts vor – hauptsächlich an unseren 2 Mädels liegen wird, denn die Venezianer lieben Kinder.
Aufgrund der Touristenmassen hier, droht Venedig stets, im Müll zu versinken. Wie fleißige Ameisen sind hier Putzkolonnen im Dauereinsatz. Müll wird strikt getrennt, täglich zwischen 6 und 8 Uhr morgens abgeholt, und wer seinen Müll am Abend vorher schon raus stellt, riskiert empfindliche Strafen. Weil in den Wohnungen meist zu wenig Platz ist, um den Müll zu lagern, hängen viele Venezianer ihre Müllbeutel ans Fenster. So auch die ältere Dame über uns. Morgens heißt es dann Attenzione!, denn die Dame lässt ihren Müllbeutel einfach auf die Straße fallen, und zwar ohne vorher zu überprüfen, ob da gerade jemand geht oder steht. Beim ersten Mal mussten wir zur Seite springen, jetzt wissen wir halt Bescheid.

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