Ach

Wir tun uns noch etwas schwer in Rom. Wäre ich ein Mann, würde ich vielleicht sagen, Rom ist wie eine wunderschöne Frau, laut, launisch, impulsiv und sich ihrer Schönheit in jedem Moment bewusst. Sie kommt uns nicht entgegen, sondern will gefallen, wie sie ist.

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Die nächstgelegenen Parks kosten Eintritt oder sind Sonntags geschlossen, die „Anreise“ zu historischen Orten oder der wunderschönen Villa Borghese (mit Spielplatz) gestaltet sich mit Kinderwagen häufig ziemlich schwierig und aufwendig. Die U-Bahn hat nur 2 Linien, das Busnetz ist zwar umfangreich, hat aber keinen festen Zeitplan. Entweder der Bus kommt – oder eben nicht. Erschwerte Bedingung ist bei uns momentan, dass wir begonnen haben, Tochter 2 mit Brei zu füttern, und da die Gläschen hier so interessante Geschmacksrichtungen wie „Käse“ oder „Gekochter Schinken“ haben, haben wir uns entschlossen, den Brei selbst zu kochen. Und zumindest in den ersten zwei Brei-Wochen werden wir die Raubtierfütterung mit anschließendem Renovierungsbedarf in den „eigenen“ vier Wänden abhalten. Erschwerend kommt weiter hinzu, dass Tochter 2 vorgestern in einer Heißhungerattacke den halben Stadtplan aufgegessen hat – ja genau, den guten, mit den Buslinien! Zu ihrer Verteidigung hat sie nur ein „Ach“ von sich gegeben. Aber momentan sagt sie auch nichts anderes. Und so ein „Ach“ passt ja eigentlich auch fast immer.

3 Gedanken zu „Ach

  1. Oh, das ist ja schade! Ich habe mich sofort in Rom verliebt, musste allerdings auch keinen Kinderwagen bugsieren.
    Parks mit Eintritt klingt seltsam, habe ich nicht erlebt – Parks mit Öffnungszeiten hingegen schon, fand das aber sehr angenehm.

    (Außerdem gab es diesen einen Bäcker, der riesige(!) Baisers verkauft – schaufelgroß! Und so dermaßen lecker! 🙂 )

    Ich hoffe, Ihr entdeckt Rom noch, oder Rom Euch 🙂

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  2. Also was für uns den Tagesausflug wert war, war Ostia – Kinderwagentauglich ist aber anders und für Kindergartenalter ist es wahrscheinlich etwas langweilig (bin da schon ne Weile raus 😉 )
    Dann gibt es von der Fontana dell’ Acqua Paola einen fantastischen Blick über die Stadt. Die Stelle ist allerdings nicht leicht zu finden, wir brauchten italienisch-sprechende Verstärkung aus Venedig und mehrere Karten, heißt nämlich überall anders.
    Dann ist da direkt in der Nähe ein riesiger Park, der auch sehr schön ist (Gianicolo).

    Vielleicht zu morbide, aber wir fanden’s total interessant: der cimitero monumentale di campo verano. Das sind wirklich sehr, sehr schöne uralte familiengrabstätten mit vielen Skulpturen.

    Und die Adresse von dem Bäcker finde ich bestimmt auch noch raus, wenn Interesse besteht 😉

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