Advent, Advent

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… das kennt in Deutschland jedes Kind. Jetzt sind wir in Rom und erleben hier eine Vorweihnachtszeit, die so ganz anders ist als zuhause. Auch schön. Aber anders. Das fängt schon bei den „Lichtlein“ an, denn der Adventskranz ist Deutschland zwar weit verbreitet, in Rom hingegen gänzlich unbekannt. Nun liebt Tochter 1 aber die Vorweihnachtszeit, wie sie sie kennt: das Basteln, den als Tannenbaumsingen bekannten Weihnachtsliedersing-Kakao-Glühweinnachmittag, wenn der Tannenbaum auf dem Domplatz bei ihrer Kita aufgestellt wird, und sie liebt eben auch das Anzünden der Adventskranzkerzen. Gut, stellen wir also ein paar Kerzen auf einen roten Teller. Geht auch.

Mit den Schokoladenweihnachtsmännern und den Lebkuchen wird es da schon schwieriger. Während in den Hamburger Supermärkten gefühlt das Feilbieten der Schokoladenweihnachtsmänner nahtlos an das der Schokoladenosterhasen anschließt, findet sich hier in den Supermärkten: nichts dergleichen. Nichts! – Ok, an den Kiosken hier kann man Überraschungspakete kaufen, auf denen Babbo Natale, der Weihnachtsmann, abgebildet ist, aber die typische Weihnachtsschokolade: Fehlanzeige. Das hat den Nikolaus dieses Jahr in arge Bedrängnis gebracht, das kann ich Euch sagen!

Wir versuchen trotzdem, die Vorweihnachtszeit weihnachtlich zu gestalten. Haben Kekse gebacken (Wozu braucht man ein Nudelholz, wenn es auch eine Weinflasche tut), der Adventskalender hängt am Garderobenständer – und wir singen fleißig Weihnachtslieder. Und die Freude war groß, als wir hörten, dass auf einem der schönsten Plätze Roms, der Piazza Navona, ein Weihnachtsmarkt sein soll. Tochter 1 war ganz aufgeregt, und auch wir freuten uns. Zwar konnten wir uns nicht so richtig vorstellen, bei etwa 18 Grad Glühwein und Schmalzgebäck zu genießen, aber so ein bisschen Hilfe in Sachen Weihnachtsstimmung wäre schon schön. Auf der Piazza Navona angekommen, wurden wir eines besseren belehrt. Der Weihnachtsmarkt entpuppte sich als eine Art Jahrmarkt, mit einem Kinderkarussell, einmal Enten-Angeln und 7 (!) Schießbuden.

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Keine Getränke, kein Gebäck, keine Weihnachtsmusik, kein Babbo Natale weit und breit. Tochter 1 ist zwei Runden Karussell gefahren, dann habe ich ihr ein Stofftier-Schwein geschossen. Auf dem Nachhauseweg haben wir uns noch ein großes Eis gekauft. Erdbeer und Schoko. Mit Sahne. Ein bisschen Süßkram muss doch sein in der Vorweihnachtszeit. Und immerhin kamen wir auf unserem Weg durch ein paar Gassen, die weihnachtlich beleuchtet waren. So mit Sternen. In Neonblau. Und Neongrün. Aber hey, die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

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