Vom Suchen und Finden einer Unterkunft

Um möglichst  den Alltag an den Orten zu leben, die wir bereisen, bleiben wir meist längere Zeit. Das macht die Suche nach dem jeweiligen Ort, aber auch nach einer Wohnung nicht einfacher, denn außer Venedig kannten wir bislang keines unserer Reiseziele. Und wir hatten wirklich Glück mit unseren kleinen, feinen Wohnungen in Venedig und Rom. Als nächste größere Station haben wir uns Sizilien ausgesucht. Aber wohin da genau? Gar nicht so einfach, wenn man irgendwo noch nie war, aber länger bleiben will. Nach dem ganzen Trubel in Rom war klar, dass wir auf Sizilien lieber in eine kleine Stadt wollten, mit den wichtigsten Läden fußläufig und mit genug Parkplätzen, so dass wir für unser Auto keine extra Unterkunft suchen müssen. Die Entscheidung fiel auf Noto, ein hübsches Barrock-Städtchen an der Ostküste.
Gut, dann also eine Bleibe zu finden. Und so ein paar wenige Ausstattungsmerkmale sollte die Wohnung schon haben. Am wichtigsten für uns: Waschmaschine und Heizung. Das sind tatsächlich hohe Ansprüche, denn viele Wohnungen auf Sizilien haben zwar eine Klimaanlage, aber keine Heizung. Doch was ist das? Über eins der bekannten Portale hatten wir schnell eine, wie es schien, sehr schöne Wohnung gefunden! Hell, mit Heizung, Waschmaschine, familienfreundlich. Also alles, was das Herz begehrt. Doch dann begann ein wirklich irrwitziger E-Mail-Austausch mit der Vermieterin. Zunächst wollte sie wissen, warum wir denn auf Reisen seien, was wir so beruflich machen würden und ob wir ihr Kontakt zu vorherigen Vermietern von Ferienwohnungen herstellen könnten, damit sie da nachfragen könne, ob wir auch in Ordnung seien – in diesem Moment warteten wir schon auf die Frage nach der Schufa-Auskunft, wie auch immer das italienische Pendant dazu heißen mag. Als sie uns dann informierte, dass sie sämtliche Möbel mit Bettlaken abzudecken und sämtliche Vasen etc. wegzustellen gedenke, weil wir ja -Oh Schreck!- mit Kindern kommen und wir doch bitte eine Kaution zu hinterlegen hätten, falls was kaputt gehe, haben wir uns dann doch gegen dieses freundliche Angebot entschieden und der Vermieterin empfohlen, doch den Haken bei „familienfreundlich“ zu entfernen. Zum Glück haben wir dann doch noch eine wirklich schöne Wohnung mitten in Noto gefunden, der E-Mailverkehr mit dem Vermieter war zwar eine kleine Herausforderung, da auch er (wie schon Rodolfo in Rom) google Translate liebt und alles, aber auch alles übersetzt, aber der Vermieter und seine Frau sind großartig. Zu Begrüßung erwartete uns bereits ein großer Korb mit frischem Obst und eine Flasche Wein. Bevor wir an diesem zauberhaften Ort angekommen sind, kam aber noch die Anreise von Rom nach Sizilien. Hmm. Mit der Fähre über nacht? Oder doch mit dem Auto bis zur Stiefelspitze und dann nur kurz übersetzen? Wir entschieden uns für letzteres und nahmen eine Landkarte zu Hilfe, um zu entscheiden, wo strategisch günstige, weil Kinder-Autositz-Sitzfleisch entsprechende Stopps sind. Wir kamen auf 2 Stopps und haben dann schnell mit einem Buchungsportal jeweils eine Unterkunft gesucht. Zwar sind wir mit unserem tollen Auto unterwegs, in dem wir auch schlafen können, aber bei nächtlichen Minusgraden, Schnee auf dem Weg und einer erkälteten Tochter 2 fiel die Entscheidung dann doch auf ein Hotel für die erste, und ein B&B für die zweite Nacht. Im Hotel waren wir die einzigen Gäste, das Zimmer entsprach den Maßen unseres Autos: Wir hatten ein Dreibettzimmer mit Babybett und die Betten passten nebeneinander genau von einer Seite des Zimmers zur anderen. Prima:Keiner konnte aus dem Bett fallen. Aber ins Bett einsteigen war aufgrund des Metall-Bettgestells gar nicht so einfach.

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Umso begeisterter waren wir von dem B&B am nächsten Abend, wenn ihr mal in Palmi seid, kann ich das sehr empfehlen. Nun werden wir aber erstmal ein wenig Noto die Ost-Küste Siziliens unsicher machen. Bis wir dann irgendwann weiter ziehen und die Suche nach der geeigneten Unterkunft von Neuem beginnt.

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