Keine Personenkontrolle

An einem unserer letzten Abende in Noto machte ich mit Tochter 2 einen Abendspaziergang durch unser sizilianisches Städtchen.

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Junge Männer mit ihren Pitbulls kommen mir entgegen, diese Hunde sind hier sehr in Mode. Da treffe ich wieder meine Freunde der Altherrengruppe. Diesmal spricht mich ein anderer an, nicht mein Schwarm, sondern ein sonnengebräunter Herr in Jeans und Trenchcoat. „Di dove sei?“ Woher bist Du, fragt er mich. „Germania“, Deutschland meine Antwort. Das ist der Moment – man glaubt es kaum, da spricht er tatsächlich ein paar Brocken Deutsch mit mir. Hier in Noto, wo nicht einmal die Ärzte im Krankenhaus englisch sprechen. “ ich ware in München. Schöne Stadt. Dir gefalle Noto?“ will er wissen. Und dann klärt er mich auf : „Noto ist sicher, ist gut für euch. Keine Polizei hier. Keine Personenkontrolle. Gut für euch!“ wiederholt er nochmal, und zieht dann lächelnd weiter. Ich frage mich, was er mir wohl damit sagen will. Da fährt ein vollbessetztes Mofa an mir vorbei. Vater, Mutter und ein Kind im Grundschulalter klammern sich aneinander, die Mutter hat sich noch ein Baby unter den Arm geklemmt. Einen Helm trägt nur der Papa. Da denke ich, so ein bisschen Polizeikontrolle wäre doch ganz gut. Auch wenn Noto ohne Personenkontrolle gut für mich ist. Warum auch immer.

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