Groß geworden

Unsere Zeit in England verging wie im Fluge, mussten wir sie doch wegen des geplanten Schwedensommers und der Zeckenimpfung etwas abkürzen, ihr wisst schon. Nun sind wir also in Deutschland, genauer gesagt in Schleswig-Holstein. Auch schön hier! Und so machen wir uns hier eine nette Zeit, bis es dann weiter ins Astrid Lindgren-Land geht.

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Und hier angekommen, fallen einem auf einmal lauter Sachen auf: Tochter 2 hangelt sich am Sofa entlang. Sie setzt sich aufs Bobbycar und fährt! Okay, zugegeben, noch fährt sie rückwärts, aber sie fährt! Tochter 1 ist groß geworden, denn die Sommerhosen haben kräftig Hochwasser. Und als ich mit ihr neulich in Supermarkt in der Gemüseabteilung stand, sagte sie „Mama, es ist doch komisch, dass die Mädchen bei Euch so schnell geschwommen sind. Normalerweise sind Jungs doch viel sportlicher.“ Ich habe erstmal gar nichts verstanden und musste es mir erklären lassen. „Naja Mama, wenn die Jungs schneller geschwommen wären, hättet ihr jetzt zwei Söhne und nicht zwei Töchter.“ Gut, verstanden. Man, ist die groß geworden.

Cornwall

Wir waren im Süden von Cornwall und ich habe noch gar nicht berichtet, wie es dort so war, das hole ich jetzt nach. Die Umgebung war toll, aber anders als in den Rosamunde-Pilcher-Filmen regnete und stürmte es fast die ganze Zeit.

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Gut, als Hamburger sind wir sowas gewohnt und wissen auch, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung, aber es war wirklich schade um die schönen Strände dort. Während unsere Freunde zuhause bei über 20 Grad in kurzen Hosen und Flip Flops um die Alster flanierten, saßen wir bei 10 Grad und kräftigem Sturm allenfalls mit Mütze und Regenjacke am Strand.

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Und dabei hatten wir gleich um die Ecke einen so hübschen kleinen Badestrand mit einem bezaubernden Café dabei entdeckt. Also beschränkten wir uns auf kurze Spaziergänge, waren im Aquarium in Plymouth

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und besuchten das Eden Project oder spielten Gesellschaftsspiele am Kamin in unserem Cottage (tolle Cottages findet Ihr z.B. hier). Insofern kann ich Euch an dieser Stelle leider keine tollen Reisetipps geben, wenn Ihr aber mit Kindern nach Cornwall fahrt, möchte ich Euch zumindest den Reiseführer Cornwall with Kids empfehlen. Wir ziehen nun weiter, bis bald!

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Kleiner Tipp zur Geldanlage in Cornwall

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Wir sind in Cornwall. Hier im tiefsten englischen Süden habe ich  eine hervorragende Geldanlage mit super Rendite entdeckt. Und die möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. 😉 Ihr habt gerade Geld über? Und wisst bei dem traurigen Zinsniveau nicht, wie ihr es anlegen sollt? Dann kauft Euch einen Parkplatz in Cornwall. So schnell nehmt ihr nie wieder Geld ein! Hier zahlt man für die ersten 3 Stunden geschlagene 4 Pfund. Eine kürzere Parkdauer gibt es in den meisten Orten nicht. Die Parkautomaten rechnen auch erst zur nächsten Stunde weiter, wenn man den vollen Betrag eingeschmissen hat. Und wenn man kein Geld parat hat, kann man bei Ringgo anrufen. (Da ist der Ringo ja wieder!). Dort kann man auch telefonisch sein Geld loswerden, wenn man einer netten Automatenstimme unzählige von Fragen beantwortet. „Wie lautet Ihr Kfz-Kennzeichen? Welche Marke hat ihr Auto? Und welche Farbe? Ist es ein Van, ein Bus, ein Kleinwagen? Wie viele Sitzplätze hat es? Brauchen Sie mehr als einen Parkplatz der Länge oder Breite nach für Ihr Auto? Welche Nummer hat der Parkplatz, auf dem Sie sind? Wie lautet Ihre Kreditkartennummer? Und welches ist das Ablaufdatum der Kreditkarte? Und die Prüfziffer? Wie lange möchten Sie parken?“ Und wenn die gegenseitige Geduld ausreichend strapaziert wurde, werden die 4 Euro plus eine Servicegebühr vom Konto abgebucht. Herrlich. Schneller kann man sein Geld doch gar nicht verdienen als als Eigentümer eines Parkplatzes im schönen Cornwall, oder?

Beatlemania

Mein Mann findet die Beatles nicht gut – er liebt sie. Das war mir spätestens klar, als Tochter 1 unterwegs war und wir uns über mögliche Jungsnamen austauschten. Jakob, Felix oder Daniel? Nein, niemals! Ich hätte die Wahl zwischen John, Paul, George und Ringo gehabt. Wobei Ringo – ich möchte niemandem zu nahe treten – für mich jedenfalls nicht in Frage gekommen wäre. Auf den Spielplätzen in der Großstadt gibt es schon die wildesten Namen, „Riiiiiingo, wir wollen jetzt los!“ hätte ich da nicht rufen mögen. Nun haben wir bekannterweise zwei Mädchen, und jedenfalls Tochter 1 hat die Beatles-Liebe vom Papa geerbt. Schon immer hat sie gern mit ihm zusammen Lieder der Beatles gehört und mit dem ihr ganz eigenen englisch mitgesungen, wenn Papa die Lieder auf Gitarre gespielt hat. Aber richtig gefunkt hat es, als sie mit Papa auf ihrem ersten Konzert war: The Magical Mystery Orchestra spielte in Venedig einen ganzen Abend Bealtes-Songs. Um 21 Uhr ging es los, gegen halb eins (Nachts) kamen die beiden wieder nach Hause. Und es war phantastisch, so sagten sie. Seitdem frühstücken wir mit Beates-Musik. Abends zum einschlafen möchte sie kein Hörspiel, sondern noch zwei Beatles-Lieder. Wenn sie mal bei schlechtem Wetter einen Film gucken darf, schaut sie die Beatles-Anthology (6 Folgen hat sie bislang gesehen) und zu jedem Lied will sie wissen, wer es geschrieben hat (Paul oder John?), was der Text bedeutet und wer welchen Part singt.

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Sie hat mir beigebracht, dass man Paul McCartney immer daran erkennt, dass er den Bass anders hält, weil er Linkshänder ist, „Hey Jude“ die erfolgreichste Single war und Ringo Starr eigentlich Richard Starkey heißt. Aber am besten gefällt ihr John Lennon, weil er so lieb aussieht. Während bei anderen Kids hier One Direction angesagt ist, läuft bei uns pausenlos Beatles. Nur wenn mein Mann und Tochter 1 unterwegs sind, hören Tochter 2 und ich auch mal was anderes, wie Depeche Mode oder Placebo. Aber ganz ehrlich, es hätte mich schlimmer treffen können. Denn was ist schon besser als „All you need is love…“