Auf der Suche

Ich bin auf der Suche. Nahezu ständig. Und dabei rede ich nicht von der Suche nach dem Sinn des Lebens oder einer neuen Wohnung oder so, sondern nach Dingen.

Ich gebe zu, ich bin nicht die ordentlichste Person unter der Sonne. Gelegentlich rufe ich sogar mein Handy an, weil ich nicht weiß, wo ich es zuletzt hingelegt habe (- nur blöd, wenn man es vorher stumm geschaltet hat). Und als wir während unseres Zwischenstopps in der Heimat einen alten Rucksack vom Dachboden holten und ich darin einen lang vermissten und mittlerweile verloren geglaubten Schlüsselbund wieder gefunden habe, war die Freude groß.

Die Suche jetzt hingegen nimmt andere Dimensionen an: Tochter 2 versteckt Sachen. Pausenlos!
Und hat einen irrsinnigen Spaß dabei. Während ich ihr in Burano (Italien) noch unterstellt habe, den Schnuller in den Kanal geschmissen zu haben, um an diesen wunderschönen Ort noch einmal zurück zu kehren, wie es andere Leute mit Münzen am Trevi-Brunnen in Rom machen, weiß ich nun: sie hat einfach eine helle Freude daran, Sachen wegzuwerfen oder eben zu verstecken. Das etwas fehlt, merken wir meist, wenn wir irgendwo hin wollen. Wo ist ihre Trinkflasche? Wo sind ihre Schuhe? Den Schnuller habe ich unter dem Staudensellerie im Kühlschrank gefunden, die Trinkflasche im Küchenschrank bei den Töpfen, die Schuhe in der Spielzeugkiste. Wenn ich sie frage, wo sie denn wohl mit den Sachen geblieben ist, schaut sie mich mit ihren Kulleraugen an und grinst. Beim Suchen helfen tut sie nicht. Und ich bin weiter auf der Suche.

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