Camping in den Schären

Uns war klar, dass wir während unserer Zeit in Schweden unbedingt auch in die Schären wollten. Schären, also kleine Felseninseln gibt es an der Ostseeküste Schwedens unzählige. Die meisten sind unbewohnt, auf manchen stehen nur ein, zwei Bäume, aber es gibt auch ein paar größere bewohnte mit Bootsanlegern und Ferienhäuschen. Tochter 1 wäre als Astrid Lindgren-Fan am liebsten nach Saltkrokan gefahren, allerdings gibt es gar keine Insel namens Saltkrokan und der Film wurde auf zwei verschiedenen Inseln vor Stockholm aufgenommen. Wir entschieden uns dann für die Schären vor Loftahammar und fanden dort auf einer Halbinsel einen sehr netten Campingplatz mit allem, was das Kinderherz begehrt: Badestrand, Spielplatz mit Trampolin, Minigolf und Bootsverleih. Im Lädchen dort konnte man morgens frische Brötchen kaufen (ansonsten gab es dort tatsächlich nur Süßigkeiten) und im angrenzenden Restaurant bekam man Pizza und Salate. Wobei man aufpassen muss, denn – ich kann nur für Smaland sprechen – die Salate haben selten ein Dressing, sondern meist einen dicken Klacks Maionnaise auf dem Grünzeug. Tochter 1 war im Glück: schnell hatte sie neue Freunde gefunden, gemeinsam hüpften sie stundenlang auf dem Trampolin oder warfen Steine ins Meer. Oder Tochter 1 saß einfach da und beobachtete die Nachbarn.

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Auch Tochter 2, die mittlerweile laufen kann, war kaum zu halten; nur schwer konnten wir sie davon abhalten, ununterbrochen zu baden. Kaum sah sie das Wasser, zog sie an ihren Klamotten und marschierte, ohne sich dieser vorher zu entledigen, ins kühle Nass. Pausenlos. Kaum hatte man sie trockengelegt, machte sie sich schon wieder auf den Weg. Auch hatte sie ihren ersten Schwarm, einen netten jungen Mann von 2 Jahren auf dem Standplatz schräg gegenüber. Da wurden Küsschen ausgetauscht und Händchen gehalten, und das in einem Tempo, das in der Teenagerzeit kaum zu überbieten ist. Abends saßen wir mit einem Gläschen Wein draußen am Sonnenuntergangsfelsen und betrachteten das Naturschauspiel oder auch mal mit einem Bierchen an einer der Feuerstellen. Entspannung pur. Und an einem Tag haben wir uns dann ein Motorboot ausgeliehen und sind in die Schären rausgefahren. Tochter 2 ist bei dem lauten Motorgebrumm sofort eingeschlafen und Tochter 1 hat unter Anleitung vom Papa die Pinne übernommen.

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Wir strandeten schließlich auf der schönen Schäreninsel Hasselö, wo es am Strand ein kleines Café, im „Landesinneren“ – sofern man das bei einer kleinen Schäreninsel so nennen kann – sogar ein Vandraheim mit Restaurant gibt. Wie im Bilderbuch – oder eben wie auf Saltkrokan war es dort. Auf dem Rückweg zum Campingplatz wollten wir eigentlich noch auf einer der kleinen Inseln anlegen und baden, haben aber keine gefunden, bei der man zum einen gut anlegen kann, und zum anderen im Wasser stehen kann – Tochter 2 wäre sonst kaum zu bändigen gewesen.

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Und dann sind uns doch tatsächlich noch beide Kinder auf der Rückfahrt eingeschlafen, wären das Motorboot bei ordentlich Wellen auf´s Wasser klatschte. Was für ein herrlicher Abstecher in die Schären.

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