Wandern in Skurugata

Gar nicht weit von unserem Häuschen hier liegt das Naturreservat Skurugata, eine große Felsformation mit einem 800 Meter langen Canyon. Unsere Nachbarn empfahlen uns eine Wanderung durch die Schluchten von Skurugata und hinauf auf den etwas über 300 Meter hohen Berg Skuruhatt, von dem man eine tolle Sicht über Småland haben soll. Wir packten uns also etwas Proviant ein, schmissen uns in wandertaugliche Schuhe und machten uns auf den Weg. Nach einem kurzen Blick auf die „Sie-befinden-Sich-Hier“-Karte entschieden wir uns dafür, erst den Blick vom Skuruhatt zu genießen und dann durch die Schluchten zu wandern. Gesagt, getan. Tochter 2 kletterte in die Kraxe und wir wanderten los.
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Vorbei an meterhohen Kiefern und Birken, vorbei an Blaubeerbüschen kamen wir den Schildern folgend schon bald zum Skuruhatt. Man konnte wirklich weit gucken – auch wenn die beeindruckende Aussicht die Töchter nicht so sehr interessierte wie der mitgebrachte Proviant. Wir folgten weiter den Schildern nach Skurugata, da kamen uns die ersten anderen deutschen Touristen entgegen. Die erkennt man hier meist leider all zu gut. Was vor ein paar Jahren noch die weißen Tennissocken in Ledersandalen waren, sind jetzt die Komplett-Kollektionen wahlweise von Jack Wolfskin (die Erwachsenen), Jako-o (die Kinder) oder alles von Tchibo, dazu dann gern Trekkingsandalen. Die finde ich persönlich ja ganz fürchterlich, aber über Geschmack lässt sich ja zum Glück nicht streiten.
Wir wanderten nun also Richtung Skurugata, da erzählte uns ein Junge, dass es dort 3 Schluchten gäbe. Die erste sei „total normal“, die zweite sehr kalt und die dritte habe ganz viele kleine Höhlen. Tochter 1 war ganz aufgeregt und wollte sich das unbedingt ansehen. Wir kamen zur ersten Schlucht.
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Ab dem Moment war ich mir nicht mehr sicher, ob man das noch Wandern nennen konnte, was wir machten. Oder war es doch schon Bergsteigen? Ich glaube, die Grenzen sind dort fließend. Wir kletterten über Steinbrocken, Felsen und umgestürzte Bäume.
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Erst runter in die Schlucht, dann wieder hoch, das ganze durch eben die drei Schluchten. Uns kamen immer mehr Menschen entgegen, zum Teil in Ballerinas oder mit Kleinkindern auf dem Arm. Ob es hier auch eine Patrouille gibt, die abends das Gelände nochmal abgeht und die Touristen einsammelt, die irgendwo auf der Strecke steckengeblieben sind, ähnlich der Pistenwache beim Skifahren? Wir mussten jedenfalls nicht gerettet werden, Tochter 1 ist hervorragend selbst geklettert und Tochter 2 hat das ganze von ihrer Kraxe aus staunend beobachtet, mein Mann hat die besondere Fracht die ganze Zeit sicher getragen und ich habe (leicht verwackelte) Fotos gemacht.

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